{"id":1004,"date":"2008-05-21T16:53:34","date_gmt":"2008-05-21T14:53:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.krimiblog.de\/?p=1004"},"modified":"2008-05-21T16:53:34","modified_gmt":"2008-05-21T14:53:34","slug":"urteil-tannod-ist-kein-plagiat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/archiv.krimiblog.de\/?p=1004","title":{"rendered":"Urteil: &#8222;Tann\u00f6d&#8220; ist kein Plagiat"},"content":{"rendered":"<p><img src=\"http:\/\/www.krimiblog.de\/bilder\/andrea_maria_schenkel_2.jpg\" style=\"float:right; margin-left: 15px;\" alt=\"Andrea Maria Schenkel by Ludger Menke\" >Die Zivilkammer des Landgerichts M\u00fcnchen I hat im Prozess um Plagiatsvorw\u00fcrfe gegen die Autorin <a href=\"http:\/\/www.krimiblog.de\/897\/interview-mit-andrea-maria-schenkel.html\">Andrea Maria Schenkel<\/a> und ihren Roman &#8222;Tann\u00f6d&#8220; heute das Urteil gesprochen. Danach ist der Krimi-Bestseller &#8222;Tann\u00f6d&#8220; kein Plagiat. Die Klage des Sachbuchautors <a href=\"http:\/\/www.schloss-hofstetten.de\/index.php?site_id=2&#038;con_id=33\">&rarr; Peter Leuschner<\/a> wurde zur\u00fcckgewiesen. Ihr Roman sei &#8222;trotz bestehender Parallelen&#8220; zu dem Sachbuch &#8222;Der Mordfall Hinterkaifeck&#8220; wegen seines eigensch\u00f6pferischen Gehalts als &#8222;urheberrechtlich unbedenklich&#8220; anzusehen, hei\u00dft es in der noch nicht rechtskr\u00e4ftigen Entscheidung (Az.: 21 O 15192\/07). Hintergrund beider B\u00fccher ist ein bis heute nicht <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hinterkaifeck\">&rarr; aufgekl\u00e4rter sechsfacher Mord<\/a> auf einem Ein\u00f6dhof in Bayern im Jahre 1922.<\/p>\n<p>Leuschner hatte Andrea Maria Schenkel vorgeworfen, ihren Roman praktisch von seinem Buch abgeschrieben zu haben. Sie habe Szenen- und Handlungselemente \u00fcbernommen, die auf seiner Fantasie basierten und damit urheberrechtlich gesch\u00fctzt seien. Dem schloss sich das Gericht nicht an. Nach Durchsicht der noch vorhandenen Ermittlungsakten, Polizeiberichte und Pressemitteilungen kamen die Richter zu dem Ergebnis, Leuschner habe h\u00e4ufig lediglich historische \u00dcberlieferungen weiter ausgeschm\u00fcckt. Schenkel konnte laut Urteil bestimmte Handlungselemente \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen amtlichen Dokumenten entnehmen.<\/p>\n<p>Soweit sich die Autorin einzelner Szenen des Sachbuchs bedient habe, sind diese laut Urteil &#8222;nicht so bestimmend&#8220;, dass sie den ganzen Kriminalroman pr\u00e4gten. Dessen hervorstechende Eigenart ergebe sich &#8222;aus Stil, Aufbau und Erz\u00e4hlweise&#8220;.<\/p>\n<p>Die Entscheidung <a href=\"http:\/\/www.krimiblog.de\/946\/plagiatsklage-gegen-tannod-vermutlich-chancenlos.html\">kam nicht \u00fcberraschend<\/a>. Schon in der m\u00fcndlichen Verhandlung im Februar hatte Vorsitzender Thomas Kaess deutlich gemacht, dass in seinen Augen die \u00fcbernommenen Details &#8222;keine stark pr\u00e4genden Elemente sind&#8220;. Der Streitwert des Verfahrens wurde auf 500.000 Euro festgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img src=\"http:\/\/www.krimiblog.de\/bilder\/andrea_maria_schenkel_2_klein.jpg\" style=\"float:right; margin-left: 15px;\" alt=\"Andrea Maria Schenkel by Ludger Menke\" >Die Zivilkammer des Landgerichts M\u00fcnchen I hat im Prozess um Plagiatsvorw\u00fcrfe gegen die Autorin <a href=\"http:\/\/www.krimiblog.de\/897\/interview-mit-andrea-maria-schenkel.html\">Andrea Maria Schenkel<\/a> und ihren Roman &#8222;Tann\u00f6d&#8220; heute das Urteil gesprochen. Danach ist der Krimi-Bestseller &#8222;Tann\u00f6d&#8220; kein Plagiat. Die Klage des Sachbuchautors <a href=\"http:\/\/www.schloss-hofstetten.de\/index.php?site_id=2&#038;con_id=33\">&rarr; Peter Leuschner<\/a> wurde zur\u00fcckgewiesen. 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