{"id":416,"date":"2006-02-22T09:37:25","date_gmt":"2006-02-22T08:37:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.krimiblog.de\/416\/aus-dem-alltag-eines-krimibloggers.html"},"modified":"2006-02-22T09:37:25","modified_gmt":"2006-02-22T08:37:25","slug":"aus-dem-alltag-eines-krimibloggers","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/archiv.krimiblog.de\/?p=416","title":{"rendered":"Aus dem Alltag eines Krimibloggers"},"content":{"rendered":"<p>\u00e2\u20ac\u017eWarum finde ich bei Ihnen nichts \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.irenerodrian.de\/\">Irene Rodrian<\/a>, eine der ganz gro\u00dfen deutschen Krimiautorinnen?&#8220; Diese &#8211; sicher freundlich gemeinte &#8211; Anfrage eines Lesers fand ich heute in meinen E-Mails. Wobei man durchaus einen Vorwurf darin lesen kann. \u00e2\u20ac\u017eWarum haben Sie noch nichts \u00fcber Irene Rodrian geschrieben? Wie konnte Ihnen diese wichtige Autorin durch die Lappen gehen?&#8220; Oder eine Anregung \u00e2\u20ac\u017eSchreiben Sie doch mal \u00fcber Irene Rodrian. Bald erscheint auch ihr neues Buch.&#8220; So dankbar ich f\u00fcr Anregungen bin, sie f\u00fchren immer zu dem gleichen Ergebnis: Niemand wird jemals alle Krimiautorinnen und Krimiautoren kennen und ihre Werke gelesen haben. Selbst die gro\u00dfen Portale wie <a href=\"http:\/\/www.kaliber38.de\/\">kaliber38.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.krimi-couch.de\/\">krimi-couch.de<\/a> oder <a href=\"http:\/\/krimi-forum.de\/\">krimi-forum.de<\/a> haben L\u00fccken. Mein kleines Krimiblog ist aber noch nicht einmal ein Portal, es ist eben ein Blog. Zeit also, einmal hinter die Kulissen zu schauen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Alltag eines Krimibloggers sieht zur Zeit tr\u00fcbe aus. Nach der allmorgendlichen E-Mail-Lekt\u00fcre und den ersten Haushaltsarbeiten wie Putzen oder Einkaufen muss ich mich erst einmal darum k\u00fcmmern, wieder einen Job zu finden. Ich bin arbeitslos. Kein Gejammer, das Schreiben von Bewerbungen ist durchaus eine interessante Besch\u00e4ftigung, das Lesen von Absagen hingegen eher nicht. Wenn ich dann, der kleine Uhrzeiger steht mittlerweile irgendwo zwischen 12 und 1, Zeit finde, schau\u00e2\u20ac\u2122 ich in der <a href=\"http:\/\/www.schauspielhaus.de\/\">Schauspielhaus-Kantine<\/a> vorbei. Da gibt es einen halbwegs essbaren und erschwinglichen Mittagstisch. Oder die vielen kleinen L\u00e4den auf der Langen Reihe verf\u00fchren meinen Bauch. Manchmal in Begleitung, meistens aber allein. Nach einem Abstecher zu den wirklich Gestrandeten hier im Heiligen Georg, im <a href=\"http:\/\/www.milchundhonig-hamburg.com\/\">kleinen Cafe<\/a> um die Ecke, wo sich die Horizontalarbeiterinnen, gestre\u00dfte Gesch\u00e4ftsleute und die \u00fcblichen Schnacker vom Hansaplatz treffen, und ich nach einer Viertelstunde genug von den kleinen, t\u00e4glichen Dramen habe, die sich au\u00dferhalb der Mauern des gro\u00dfen Theaters abspielen, treibe ich entweder durch die nahegelegenen Buchhandlungen, schau\u00e2\u20ac\u2122 mir den kleinen Hamburger Binnensee an oder lenke meine Schritte in Richtung Wohnung. <\/p>\n<p>Dort darf dann der richtige Alltag eines Krimibloggers beginnen. Ich lese. Krimis. Wenn es gut l\u00e4uft, schaffe ich in einer Woche zwei bis drei B\u00fccher, die ja leider immer dicker werden. Ich lese meistens komplett, also kein Reinlesen, kein Anlesen, kein Querlesen. Manchmal klingelt aber auch das Telefon, oder wie <a href=\"http:\/\/www.krimiblog.de\/399\/ulrich-ritzel-uferwald.html\">Ulrich Ritzel<\/a> sagen w\u00fcrde \u00e2\u20ac\u017ees schl\u00e4gt an.&#8220; Das rei\u00dft mich dann aus der Lekt\u00fcre. Zwischendurch lese ich Blogs und Krimiseiten. Was melden die <a href=\"http:\/\/www.alligatorpapiere.de\/aktuell.html\">Alligatorpapiere<\/a>, was schreibt <a href=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/index.php\">dpr<\/a>, was l\u00e4uft in den g\u00e4ngigen Krimiforen? Dann setzt die D\u00e4mmerung ein. Nach der abendlichen Nahrungsaufnahme kommt es drauf an: Ich schreibe entweder eine Besprechung, \u00fcberlege mir, was ich noch im Blog machen k\u00f6nnte. Beantworte E-Mails oder kommentiere auf anderen Blogs. Oder ich lese den Krimi weiter, den ich ja bald besprechen m\u00f6chte. <\/p>\n<p>Es gibt aber auch Ausnahmetage, zum Beispiel wenn ein Interview mit einem Krimiautor ansteht. Hektische Vorbereitungen, ist der Akku im MD-Player aufgeladen, funktioniert das Mikro, wo ist blo\u00df der Zettel mit den Interviewfragen? Ein letzter Blick in die Pressemappe muss auch noch sein. Leider sind diese aber Ausnahmetage.<\/p>\n<p>Die Wochenenden sehen \u00fcbrigens in der Regel anders aus. <\/p>\n<p>Es bleiben somit zwei bis drei B\u00fccher pro Woche. Damals, als Bibliothekarsstudent, trichterte uns eine Professorin ein, dass man als Bibliothekar ja wohl ein Buch pro Tag schaffen k\u00f6nne. Mindestens. Ich schaffe das nicht, es sei denn, das Buch hat maximal 200 Seiten. Die schaffe ich an einem Tag. Mehr geht aber nicht. Nicht unbedingt immer aus Zeitgr\u00fcnden. Vor allem, weil ich auch aufnehmen m\u00f6chte, was ich da lese. Ein Freundin von mir, die schafft das. Die liest, trotz Tochter, Mann, Haushalt und Halbtagsjob, ein Buch pro Tag, manchmal braucht sie zwei. Frage ich sie allerdings nach ein paar Wochen, was sie da gelesen hat, kann sie sich kaum an etwas erinnern. <\/p>\n<p>Ich habe es da besser. Ich habe dieses Blog. Ich kann mich erinnern. Auch wenn ich nicht alle Krimiautoren kenne und gelesen habe. L\u00fccken und L\u00f6cher geh\u00f6ren eben zum Leben eines Krimibloggers. Irene Rodrian kenne ich \u00fcbrigens, Ich habe vor einigen Jahren den Artikel \u00fcber sie in den <a href=\"http:\/\/web.archive.org\/web\/20040529013214\/der-buecherfreund.de\/krimi\/alberts.html\">&#8222;Kreuzverh\u00f6ren&#8220;<\/a> gelesen. Aber Sekund\u00e4rliteratur ist ja kein Krimi. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00e2\u20ac\u017eWarum finde ich bei Ihnen nichts \u00fcber Irene Rodrian, eine der ganz gro\u00dfen deutschen Krimiautorinnen?&#8220; Diese &#8211; sicher freundlich gemeinte &#8211; Anfrage eines Lesers fand ich heute in meinen E-Mails. 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