{"id":474,"date":"2006-05-01T04:16:27","date_gmt":"2006-05-01T02:16:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.krimiblog.de\/474\/keine-empfehlung-fur-die-leser.html"},"modified":"2006-05-01T04:16:27","modified_gmt":"2006-05-01T02:16:27","slug":"keine-empfehlung-fur-die-leser","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/archiv.krimiblog.de\/?p=474","title":{"rendered":"Keine Empfehlung f\u00fcr die Leser"},"content":{"rendered":"<p>Alle Jahre wieder im Fr\u00fchling vollzieht sich ein merkw\u00fcrdiges Ritual: Hunderte von deutschsprachigen Krimiautor\/innen rotten sich irgendwo zusammen, um auf Kosten der gastgebenden Kommune und ortsans\u00e4ssiger Sponsoren zu feiern und vor allem um die Besten ihrer Zunft zu k\u00fcren. Das eine nennt sich <a href=\"http:\/\/die-criminale.de\/\">\u00e2\u20ac\u017eCriminale&#8220;<\/a>, das andere ist die Verleihung des <a href=\"http:\/\/das-syndikat.com\/glauser.htm\">Friedrich-Glauser-Preises<\/a>. Der wichtigste Krimipreis im deutschsprachigen Raum beteuert das \u00e2\u20ac\u017eSyndikat&#8220;, die Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur, die sowohl die \u00e2\u20ac\u017eCriminale&#8220; wie auch den \u00e2\u20ac\u017eGlauser&#8220; ausrichtet. Also ein Krimipreis, der auch f\u00fcr Leser interessant sein sollte. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Vor einigen Tagen &#8211; noch vor der offiziellen Bekanntgabe der diesj\u00e4hrigen Preistr\u00e4ger &#8211; machte sich <a href=\"http:\/\/www.stadtrevue.de\/index_artikel.php3?tid=1090&#038;bid=8&#038;c=8&#038;s=1\">Ulrich Noller Gedanken<\/a>, vor allem zu der Entscheidungsfindung innerhalb der Jury. \u00e2\u20ac\u017eUndurchschaubar&#8220; nannte Noller diese Entscheidungen. Auf den ersten Blick scheint dieser Vorwurf nicht gerechtfertigt, bem\u00fcht sich das \u00e2\u20ac\u017eSyndikat&#8220; doch um Transparenz. Die Regeln sind auf den ersten Blick klar und sollen hier nur kurz angerissen werden: Ein Roman, der ausgezeichnet werden soll, muss eine deutschsprachige Originalver\u00f6ffentlichung aus dem letzten Jahr, diesmal also aus dem Jahr 2005, sein. Der Roman muss in einem \u00e2\u20ac\u017erichtigen&#8220; Verlag erschienen sein (also kein BoD oder Verlage mit Druckkostenzuschuss seitens des Autors). Ausgeschlossen von der Teilnahme sind \u00dcbersetzungen aus anderen Sprachen, Neu- oder Wiederauflagen, Storysammlungen mehrere Autoren, True Crime oder Sekund\u00e4rliteratur. Ist es die erste Ver\u00f6ffentlichung des Autors oder der Autorin, kann der Roman auch in der Kategorie \u00e2\u20ac\u017eDeb\u00fct&#8220; teilnehmen. Ebenfalls wichtig: Die Verlage m\u00fcssen die Romane innerhalb des Jahres (im aktuellen Fall also bis zum 31.12.2005) im Sekretariat des Syndikats abgeliefert haben. Wer nichts schickt, kann auch nicht nominiert werden. <\/p>\n<p>Aus diesen Einsendungen, in diesem Jahr waren es 177 g\u00fcltige Titel in der Kategorie Roman, 54 in der Kategorie Deb\u00fct, w\u00e4hlt eine namentlich bekannte, j\u00e4hrlich wechselnde Jury, die durch die Syndikatsmitglieder bestimmt wird, f\u00fcnf Nominierte, aus denen dann der jeweilige Siegertitel bestimmt wird. Es gibt also im Vorfeld zwei Listen: Eine lange Liste, auf der jeder Kriminalroman erscheinen kann, der <strong>rein formale<\/strong> und nachvollziehbare Vorgaben erf\u00fcllt und eine kurze Liste, in der dann nur noch rein <strong>inhaltliche<\/strong> Kriterien z\u00e4hlen. Sp\u00e4testens ab dieser kurzen Liste wird es d\u00fcster. Die Kriterien, die hier angelegt werden, bleiben so finster wie der Geschmack der jeweiligen Juroren. Sind es literarische, genrespezifische, sprachliche, dramaturgische Kriterien, die angelegt werden, ist es ein &#8211; wie auch immer entstandener und erlernter &#8211; Geschmack, oder doch Bestechung? Niemand au\u00dferhalb der Jury wei\u00df es und soll es wohl auch nicht wissen. Was bleibt, ist eine Liste mit jeweils f\u00fcnf Titeln, aus denen der Siegertitel ausgew\u00e4hlt wird. Auch hier keine Transparenz: Vergeben die Juroren Punkte oder Schulnoten f\u00fcr die jeweiligen f\u00fcnf Titel, die dann am Ende zusammengez\u00e4hlt werden und so ein \u00e2\u20ac\u017ebester&#8220; Kriminalroman ausgew\u00e4hlt wird? Oder gibt es n\u00e4chtelange Diskussionen, in denen darum gefeilscht wird, welcher Titel denn nun den \u00e2\u20ac\u017eGlauser&#8220; bekommen soll? Wird gehandelt (\u00e2\u20ac\u017ewenn Autor A in der Kategorie Roman gewinnt, dann muss aber Autor B beim Deb\u00fct das Rennen machen&#8220;), wird geschachert oder n\u00fcchtern gez\u00e4hlt? Oder wird vorher \u00fcberlegt, auf welchen Titel man denn die sch\u00f6nste Laudatio schreiben kann und steht er deshalb dann auf dem Siegertreppchen? M\u00fcssen es in diesem Jahr mal wieder Frauen sein, weil im letzten Jahr die M\u00e4nner die Preise abger\u00e4umt haben? Niemand &#8211; au\u00dfer der Jury &#8211; wei\u00df es. <\/p>\n<p>Wenig Erhellendes gibt es auch \u00fcber die Jury. Sie besteht ausschlie\u00dflich aus Autor\/innen, wird durch Syndikatsmitglieder bestimmt und wechselt j\u00e4hrlich. Die Begr\u00fcndung daf\u00fcr: Es soll nicht der Verdacht aufkommen, dass jemand, der l\u00e4nger als ein Jahr in der Jury sitzt, irgendeinen Schmu begehen k\u00f6nnte. Angeblich sei dies kein Job, um den sich innerhalb des Syndikats viele rei\u00dfen, schlie\u00dflich m\u00fcssen stapelweise B\u00fccher &#8211; in diesem Jahr eben 177 &#8211; gelesen oder doch zumindest \u00fcberflogen werden. Wer auch nur halbwegs die Produktion deutschsprachiger Krimis kennt, wei\u00df, dass es wahrlich einen sch\u00f6neren und sinnvolleren Zeitvertreib gibt. Dennoch finden sich immer wieder aufopferungsvolle Menschen, f\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Glauser waren es Paul Ott, Stefan Slupetzky, Anke Gebert, Christoph Spielberg und Richard Lifka, die diese B\u00fcrde auf sich genommen haben. Aber wer sind diese Juroren? Wer ein wenig nachschaut, zum Beispiel im <a href=\"http:\/\/www.krimilexikon.de\/\">Lexikon der deutschen Krimi-Autoren<\/a>, wird den einen oder anderen Namen dort finden. Stefan Slupetzky zum Beispiel nicht, obwohl der doch im letzten Jahr den Deb\u00fct-Glauser erhalten hat und sp\u00e4testens seit diesem \u00e2\u20ac\u017ewichtigsten deutschen Krimipreis&#8220; eigentlich dort rein geh\u00f6rt. Sei es drum, Google &#038; Co. finden Informationen auch zu Stefan Slupetzky und zu den Autoren, die in diesem Lexikon nicht vertreten sind. <\/p>\n<p>Durch theoretisches Wissen \u00fcber Kriminalromane sind die diesj\u00e4hrigen Jurymitglieder bislang nicht aufgefallen &#8211; bis auf Paul Ott, der unter anderem eine <a href=\"http:\/\/www.nordpark-verlag.de\/krimikritikvier.html\">Geschichte des Schweizer Kriminalromans<\/a> ver\u00f6ffentlicht hat. In der Regel aber sind in der Jury (nicht nur in diesem Jahr) die Praktiker am Werk, Autoren, die \u00fcber andere Autoren urteilen. Ab diesem Punkt wird es unredlich und albern. Welche Bef\u00e4higung hat zum Beispiel Stefan Slupetzky, der zwei Kriminalromane ver\u00f6ffentlicht hat und sich, wie seiner Vita zu entnehmen ist, vor allem mit Theater besch\u00e4ftigt hat? Oder eine Anke Gebert, die zwar einige Krimis und Kurzgeschichten vorweisen kann, aber eben auch zahlreiche Drehb\u00fccher (u.a. f\u00fcr eine Folge von \u00e2\u20ac\u017eF\u00fcr alle F\u00e4lle Stefanie&#8220;), Kinderb\u00fccher oder Sachb\u00fccher verfasst hat? Das eine mag zwar das andere nicht ausschlie\u00dfen, eine inhaltliche, tiefergehende Besch\u00e4ftigung mit Kriminalliteratur in all ihren Facetten findet sich in den meisten Biografien der Jurymitglieder jedoch nicht. <\/p>\n<p>Zudem beteuern nicht wenige Krimiautoren, dass sie nur selten Krimis anderer Autoren lesen. Den einen fehlt die Zeit oder Lust, andere m\u00f6chten sich nicht bewusst oder unbewusst in ihrer eigenen Kreativit\u00e4t beeinflussen lassen, um nicht in den Verdacht des Plagiats zu geraten. Nachvollziehbare Gr\u00fcnde, dennoch verlangt die Arbeit einer Jury genau das: Wissen \u00fcber Kriminalromane und zwar nicht nur aus einem Jahr. Ein entscheidendes Moment, will man einer Jury und einer Juryentscheidung wenigstens einen Hauch Glaubw\u00fcrdigkeit verleihen. <\/p>\n<p>Es geht, wie von Seiten einzelner Syndikats- und Jurymitglieder behauptet wurde, vor allem um Geschmacksurteile, auch beim Glauser. Nun ist Geschmack und Geschmackssicherheit ein nicht greifbares Element, dass sich aber erhellt, wenn der Leser wei\u00df, wer ihm da was als \u00e2\u20ac\u017ebesten&#8220; Kriminalroman empfiehlt. Bei Rezensenten, die regelm\u00e4\u00dfig Kriminalromane in Zeitungen, Zeitschriften, Funk, Fernsehen und anderen Medien besprechen, lernt ein Leser mit der Zeit, wie dieser oder jener Rezensent \u00e2\u20ac\u017etickt&#8220;, ob f\u00fcr ihn als Leser diese Rezensionen hilfreich sind, ob er sich \u00e4rgern oder freuen kann, ob er regelm\u00e4\u00dfig kontr\u00e4r zur Meinung des Rezensenten geht. Kurz: Es gibt Empfehlungen, auf die man sich als Leser, wenn auch nicht blind, so doch mit einer gewissen, erfahrungsbedingten Sicherheit, verlassen kann oder die ihn als Leser herausfordern. Auf das Urteil einer vollkommen unbekannten Jury, die zudem auf jegliche, inhaltliche Transparenz verzichtet, mag man sich, zumindest als anspruchsvoller Krimileser, nicht verlassen. <\/p>\n<p>So r\u00fcckt das R\u00e4tsel der diesj\u00e4hrigen Glauser-Entscheidung in ein anderes Licht. Es wurden zwei Romane ausgezeichnet, die kontr\u00e4rer nicht sein k\u00f6nnten. In der Kategorie \u00e2\u20ac\u017eRoman&#8220; erhielt die Frankfurter Autorin <a href=\"http:\/\/www.astrid-paprotta.de\/main.html\">Astrid Paprotta<\/a> f\u00fcr ihren Roman \u00e2\u20ac\u017eDie H\u00f6hle der L\u00f6win&#8220; den mit 5.000 Euro dotierten \u00e2\u20ac\u017eGlauser&#8220;. Angesichts der vier anderen Titel, die in dieser Kategorie ebenfalls <a href=\"http:\/\/www.krimiblog.de\/445\/nominierungen-fur-den-glauser-2006.html\">nominiert<\/a> waren, eine fast unausweichliche Entscheidung. Die Qualit\u00e4t der Romane Paprottas (nicht nur des ausgezeichneten Bandes) d\u00fcrfte selbst den unbedarftesten Jurymitgliedern ins Auge gefallen sein. Wer diese nicht erkennt, der sollte sich bitte einem anderen Genre zuwenden und m\u00f6glichst auch keine Kriminalromane schreiben. <\/p>\n<p>Kein Verst\u00e4ndnis bringe ich der Entscheidung in der Kategorie \u00e2\u20ac\u017eDeb\u00fct&#8220; entgegen. Dass Leonie Swann mit ihrem bel\u00e4mmerten, dumm-dreist geschriebenen, schlampig lektorierten und vollst\u00e4ndig sinnfreien Schafskrimi \u00e2\u20ac\u017eGlennkill&#8220; ausgezeichnet wurde, und daf\u00fcr auch noch ein Preisgeld von 1.500 Euro erh\u00e4lt (eine Summe, \u00fcber die sie angesichts des regen Lizenzverkaufs ins Ausland sowie der Dauerplatzierung auf der Spiegel-Bestenliste wohl eher m\u00fcde l\u00e4cheln d\u00fcrfte) muss an einer unbedarften und unf\u00e4higen Jury liegen. Einen anderen Grund f\u00fcr eine solche Entscheidung kann es nicht geben &#8211; will man der Jury nicht irgendein Gemauschel unterstellen, was angesichts der fehlenden Transparenz unredlich w\u00e4re. <\/p>\n<p>Nein, auf ein solches Urteil sollte man sich als Leser nicht verlassen, man darf es nicht, will man nicht seine Intelligenz und seine eigene Urteilskraft in Frage stellen. Das einzige, was hier in Frage gestellt werden muss, ist die Arbeit und Zusammensetzung der \u00e2\u20ac\u017eGlauser&#8220;-Jury. Das fast vollst\u00e4ndig unbekannte Autor\/innen \u00fcber andere Autor\/innen urteilen, mag zwar legitim sein. Gerne wird an dieser Stelle von Syndikats-Leuten eingeworfen, in anderen L\u00e4ndern und bei anderen Krimipreisen sei dies doch auch so. Nur weil es in anderen L\u00e4ndern Fehler gibt, m\u00fcssen die ja nicht importiert werden. <\/p>\n<p>Solange sich an der Arbeit, der Transparenz und der Zusammensetzung der Glauser-Jury nichts \u00e4ndert, bleibt dieser Preis f\u00fcr die Leser, die ernsthafte Orientierung suchen, nutz- und wertlos. Der \u00e2\u20ac\u017eGlauser&#8220; bleibt auch in diesem Jahr ein Preis von Autoren f\u00fcr Autoren. Leserinteressen spielen nicht die geringste Rolle, sie sind, im Gegenteil, l\u00e4stig. Das sollte man sich deutlich vor Augen f\u00fchren, wenn demn\u00e4chst wieder die Aufkleber mit den Schlagwort \u00e2\u20ac\u017eGlauser-Gewinner&#8220; auf den B\u00fcchern prangen. Solche \u00e2\u20ac\u017eEmpfehlungen&#8220; oder Kaufanreize sind ungef\u00e4hr so relevant, wie die Restaurantvorschl\u00e4ge eines Menschen, der seit seiner Kindheit den Geschmacks- und Geruchssinn verloren hat. Von Stefan Slupetzky, Anke Gebert, Christoph Spielberg und Richard Lifka lasse ich mir jedenfalls keine Kriminalromane empfehlen, weder die guten von Astrid Paprotta, noch die trivialen Tierschm\u00f6ker einer Leonie Swann.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Jahre wieder im Fr\u00fchling vollzieht sich ein merkw\u00fcrdiges Ritual: Hunderte von deutschsprachigen Krimiautor\/innen rotten sich irgendwo zusammen, um auf Kosten der gastgebenden Kommune und ortsans\u00e4ssiger Sponsoren zu feiern und vor allem um die Besten ihrer Zunft zu k\u00fcren. 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