{"id":55,"date":"2005-02-17T20:10:41","date_gmt":"2005-02-17T19:10:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.der-buecherfreund.de\/?p=55"},"modified":"2005-02-17T20:10:41","modified_gmt":"2005-02-17T19:10:41","slug":"neue-krimireihe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/archiv.krimiblog.de\/?p=55","title":{"rendered":"Neue Krimireihe"},"content":{"rendered":"<p><img src=\"http:\/\/www.blog.der-buecherfreund.de\/bilder\/blut_fuer_eisen.jpg\" align=\"left\" hspace=\"5\" alt=\"Blut f\u00fcr Eisen\" \/><strong>&#8222;Die dunklen Seiten bei nymphenburger&#8220;<\/strong> nennt sich eine neue Krimireihe, die in eben jenem Verlag Nymphenburger, der zur Verlagsgruppe<a href=\"http:\/\/www.herbig.net\" target=\"_blank\"> <strong>Langen M\u00fcller Herbig<\/strong> <\/a>geh\u00f6rt, gerade erschienen ist. Als Herausgeber der Reihe zeichnet <a href=\"http:\/\/www.thomas-kraft.net\/\" target=\"_blank\"><strong>Thomas Kraft<\/strong><\/a> verantwortlich, der unter anderem als freier Literaturkritiker f\u00fcr verschiedene Tages- und Wochenzeitungen und von 1996 bis 1999 als Programmleiter des <a href=\"http:\/\/www.literaturhaus-muenchen.de\/\" target=\"_blank\"><strong>Literaturhauses M\u00fcnchen<\/strong><\/a> arbeitete. Nun ist es eher selten, dass man eine neue Krimireihe begr\u00fc\u00dfen darf, zudem eine Reihe, die nur deutschsprachige Autoren und Autorinnen verlegen will. Thomas Kraft schreibt dazu auf seiner <a href=\"http:\/\/www.thomas-kraft.net\/dunkel.html\" target=\"_blank\"><strong>Homepage<\/strong><\/a>: <\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Eine neue Reihe mit Kriminal- und Spannungsromanen ins Leben zu rufen, mag nur auf den ersten Blick als Wagnis erscheinen. Denn schon vor vierzig Jahren hat Helmut Hei\u00dfenb\u00fcttel dieses Genre als \u00bbeine der offensten Formen der heutigen Literatur\u00ab bezeichnet. \u00bbDie dunklen Seiten\u00ab von Nymphenburger reflektieren so auch das breite Spektrum dieser Gattung und spielen mit erprobten und neuen Varianten, dem Abgr\u00fcndigen und B\u00f6sen auf die Spur zu kommen. Unsere Idee, Autoren, die in ihrer literarischen Arbeit mit dem Kriminalroman bislang kaum oder noch gar nicht in Ber\u00fchrung gekommen waren, f\u00fcr diese Reihe zu gewinnen, speist sich aus dem Wunsch, unerh\u00f6rte Spannung mit hohem \u00e4sthetischem Anspruch auf au\u00dfergew\u00f6hnliche Weise zu verbinden.&#8220;<\/em><br \/>Thomas Kraft \n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die ersten drei Romane versprechen Interessantes. Da ist zun\u00e4chst <a href=\"http:\/\/ourworld.compuserve.com\/homepages\/karr_wehner\/friesel.htm\" target=\"_blank\"><strong>Uwe Friesel<\/strong><\/a>, der zumindest einigen Krimilesern bekannt sein d\u00fcrfte. Sein Roman hei\u00dft <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3485010405\/ludgerslesezeich\" target=\"_blank\"><strong>&#8222;Blut f\u00fcr Eisen&#8220;<\/strong><\/a>, laut Verlagstext &#8222;ein hochbrisanter Fall mit politischem Hintergrund&#8220;.  Es ist zugleich ein neuer Fall f\u00fcr seinen Privatermittler und Ex-Kommissar Guido Blankenhorn. Es geht, laut Klappentext, um &#8222;einen m\u00f6rderischen Kreislauf, in dem Klaviermusik, verschwundene Luxuskarossen und straff organisierter M\u00e4dchenhandel eine wichtige Rolle spielen&#8220;. <\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/www.blog.der-buecherfreund.de\/bilder\/teufelsbrut.jpg\"align=\"right\" hspace=\"5\" alt=\"Teufelsbrut\" \/><br \/>\nWeniger bekannt d\u00fcrfte die Autorin <strong>Bettina Gundermann<\/strong> sein, die mit ihrem Deb\u00fct <strong><a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/buch\/5699.html\" target=\"_blank\">&#8222;lines&#8220;<\/a><\/strong> bei Kritikern eher ein verhaltenes Echo ausl\u00f6ste.  Ihr zweiter Roman <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3895613606\/ludgerslesezeich\" target=\"_blank\"><strong>&#8222;Lysander&#8220;<\/strong><\/a> ist erst gerade in diesem Monat bei <a href=\"http:\/\/www.schoeffling.de\/\" target=\"_blank\"><strong>Sch\u00f6ffling &#038; Co<\/strong><\/a> erschienen. Nun also ihr dritter Roman <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3485010391\/ludgerslesezeich\/\" target=\"_blank\"><strong>&#8222;Teufelsbrut&#8220;<\/strong><\/a>, laut Verlag &#8222;ein Psychothriller in der Tradition der \u00bb s\u00e9rie noire\u00ab, eine unter die Haut gehende Geschichte um Verrat und Liebe, die mitten unter uns spielen k\u00f6nnte&#8220;.  Weiter hei\u00dft es: <\/p>\n<p><em>&#8222;Als Sara aus der Stadt in eine d\u00f6rfliche Umgebung flieht, um wieder zu sich zu finden, lernt sie den geheimnisvollen Zadok kennen. W\u00e4hrend Zadok sie umschmeichelt und allm\u00e4hlich in seinen Bann zu ziehen versteht, erz\u00e4hlt er ihr die Geschichte von Luca und ihrem Bruder Raphael, die er einst bei sich aufgenommen hatte. Luca erscheint in seinen Erz\u00e4hlungen als engelsgleiches Wesen, das keinem Menschen gleichg\u00fcltig sein konnte. Zadok hatte sich in die junge Frau verliebt, doch nun ist sie verschwunden. Sara, die ihr \u00e4u\u00dferlich \u00e4hnlich zu sein scheint, ger\u00e4t unter dem immer st\u00e4rker werdenden Einfluss Zadoks in ein Verwirrspiel aus Leidenschaft, Suggestion und dunklen Ahnungen, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. <\/p>\n<p>Die mysteri\u00f6sen Andeutungen, die Zadok \u00fcber Luca und ihren Bruder macht, verdichten sich f\u00fcr Sara allm\u00e4hlich zu der bitteren Einsicht, dass Zadok sie in seinen Abgrund zu ziehen versucht. W\u00e4hrend es hinter der kalten und abweisenden Fassade der Dorfgemeinschaft gef\u00e4hrlich zu brodeln beginnt, kommt Sara einem grausamen Geheimnis auf die Spur, das ein lange zur\u00fcckliegendes Verbrechen, mehrere Tageb\u00fccher, drei Kr\u00e4hen undeine hetzende Meute verbirgt.&#8220; <\/em><\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/www.blog.der-buecherfreund.de\/bilder\/freulers_rueckkehr.jpg\"align=\"left\" hspace=\"5\" alt=\"Freulers R\u00fcckkehr\" \/>Dritter im Bunde ist der geb\u00fcrtige Schweizer<a href=\"http:\/\/www.monioudis.de\/\" target=\"_blank\"> <strong>Perikles Monioudis<\/strong><\/a>, der  bereits mehrere Romane und Erz\u00e4hlb\u00e4nde ver\u00f6ffentlicht hat. Bei Nymphenburger legt er nun seinen Krimi<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3485010383\/ludgerslesezeich\/\" target=\"_blank\"><strong> &#8222;Freulers R\u00fcckkehr&#8220;<\/strong><\/a> vor, der ein &#8222;abgr\u00fcndig-ironisches Kammerspiel \u00e0 la D\u00fcrrenmatt&#8220; sei und auf &#8222;faszinierende Weise die dunklen Seiten der Seele&#8220; beschreibe. Die Geschichte: <\/p>\n<p><em>&#8222;Der Industrielle Heinrich Moser wird tot in seiner Villa aufgefunden. Die Schmauchspuren an seiner Hand lassen vermuten, dass er sich mit seiner Armeepistole erschossen hat. Doch Untersuchungsrichter Hanspeter Freuler, der nach Jahrzehnten im Ausland in seine alte Heimat, den Bergkanton Glarus, zur\u00fcckgekehrt ist, zweifelt an einem Selbstmord. Auf der Suche nach einem Motiv f\u00fcr die Tat begegnet er Mosers spiels\u00fcchtigem Sohn und der ehrgeizigen Tochter, Chefin des v\u00e4terlichen Firmenimperiums. Dabei entdeckt Freuler \u00c4hnlichkeiten zwischen seiner eigenen Lebensgeschichte und der von Moser, der auch erst vor kurzem in die bergige Gegend gezogen war. Freuler begibt sich auf eine F\u00e4hrte, die ihn in den Abgrund zu ziehen droht . Ein angeblich verschwundenes Notizbuch aus dem Besitz des Toten regt die Fantasie aller Personen an, die als T\u00e4ter in Frage kommen. R\u00e4tselhafte Unf\u00e4lle und Einbr\u00fcche wechseln einander ab. W\u00e4hrend die Bev\u00f6lkerung \u00fcber den sonderbaren Fall spekuliert, sucht Freuler in der abgelegenen Villa des Toten nach weiteren Verdachtsmomenten, ohne zu merken, wie sehr er sich die Geschichte des Opfers bereits zu Eigen gemacht hat.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Alle drei B\u00fccher sind als Hardcover in sch\u00f6nen Ausgaben erschienen und kosten jeweils 18,90 Euro. Damit wird es wirklich spannenend: Krimis als Hardcover und als neue Reihe haben es besonders schwer.  Auch die Ank\u00fcndigung &#8222;Spannung mit hohem \u00e4sthetischen Anspruch auf au\u00dfergew\u00f6hnliche Weise zu verbinden&#8220; k\u00f6nnte eher hinderlich f\u00fcr einen Erfolg bei den Lesern sein. Dennoch: Der Reihe, ihrem Herausgeber und den Autoren und Autorinnen viel Gl\u00fcck und Standhaftigkeit. Ich werde berichten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die dunklen Seiten bei nymphenburger&#8220; nennt sich eine neue Krimireihe, die in eben jenem Verlag Nymphenburger, der zur Verlagsgruppe Langen M\u00fcller Herbig geh\u00f6rt, gerade erschienen ist. 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