{"id":603,"date":"2007-03-10T21:44:32","date_gmt":"2007-03-10T20:44:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.krimiblog.de\/603\/verfuhrung-von-rezensenten.html"},"modified":"2007-03-10T21:44:32","modified_gmt":"2007-03-10T20:44:32","slug":"verfuhrung-von-rezensenten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/archiv.krimiblog.de\/?p=603","title":{"rendered":"Verf\u00fchrung von Rezensenten"},"content":{"rendered":"<p><em>Liebe Krimiautoren und -innen,<\/em><\/p>\n<p>wir wissen alle: Die Beziehung zwischen Autoren und Rezensenten ist angespannt. Sie als Autoren f\u00fchlen sich missverstanden und in Ihrer K\u00fcnstlerseele verletzt. Rezensenten behandeln Sie ungerecht oder beachten Sie gar nicht? Das <a href=\"http:\/\/www.krimiblog.de\">krimiblog<\/a> kann Ihnen helfen:  Hier die ultimativen Tipps, wie Sie als Autor Ihre Rezensenten becircen und um den Finger wickeln k\u00f6nnen. Wenn Sie diese Hinweise befolgen, werden Ihnen unz\u00e4hlige gute Besprechungen sicher sein. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>K\u00fcndigen Sie dem Rezensenten die Zusendung eines Rezensionsexemplars an, schicken es aber nie los. Sollte der Rezensent nachfragen, weisen Sie ihn darauf hin, dass sein Exemplar vermutlich irgendwo in der B\u00fcrokratie der Verlagspressestelle untergegangen ist oder vom Postboten geklaut wurde. Oder stellen Sie Mutma\u00dfungen \u00fcber die b\u00f6sen Nachbarn des Rezensenten an (schlie\u00dflich ist er Rezensent und ein Miesepeter). So motiviert wird der Rezensent sofort bereit sein, Ihr neues Buch sogar zu kaufen. <\/li>\n<p><\/p>\n<li>Machen Sie den Rezensenten neugierig auf Ihr Buch, in dem Sie ihm mitteilen, was andere, gro\u00dfe Rezensenten \u00fcber Ihr Werk bereits geschrieben haben. Schicken Sie ihm m\u00f6glichst vollst\u00e4ndige Rezension anderer Kritiker, damit er wei\u00df, was er von Ihrem Buch zu halten hat.\n<\/li>\n<p><\/p>\n<li>Weisen Sie den Rezensenten mindestens drei Monate nach dem Erscheinen Ihres Buches darauf hin. Bei Online-Medien sollten Sie sechs Monate warten, bevor Sie Kontakt zum Rezensenten aufnehmen. Geben Sie ihm das Gef\u00fchl, dass er Sie und Ihr Buch ganz gro\u00df raus bringen kann (wenn es sonst schon niemand tut). <\/li>\n<p><\/p>\n<li>Wollen Sie den Rezensenten per E-Mail kontaktieren, sollten Sie sich entweder ganz kurz oder ganz ausf\u00fchrlich bei ihm melden. <\/li>\n<p><\/p>\n<li>Die kurze Variante geht ungef\u00e4hr so: \u00e2\u20ac\u017eMein Buch mit dem Titel \u00e2\u20ac\u017e&#8230;.&#8220; ist erschienen &#8211; sollten Sie unbedingt besprechen&#8220;. Vermeiden Sie hier unbedingt weitere Informationen wie eine kurze Inhaltsangabe, Angaben zu Ihrer Person oder bibliographische Angaben. <\/li>\n<p><\/p>\n<li>Die ausf\u00fchrliche Variante besteht aus einer E-Mail mit Anh\u00e4ngen, die mindestens 10 MB Datenmenge umfassen &#8211; je gr\u00f6\u00dfer, desto besser. F\u00fcgen Sie unbedingt eine Coverabbildung Ihres Buches in Druckqualit\u00e4t bei, dazu f\u00fcnf Fotos mit Selbstportraits, die selbstverst\u00e4ndlich auch in Druckqualit\u00e4t vorliegen und die bei Verwendung im Print- oder Online-Bereich Geld kosten oder zumindest komplizierte Nachforschungen nach dem Copyright erfordern. Dazu f\u00fcgen Sie wahlweise eine schicke Power-Point-Pr\u00e4sentation bei oder einen Videofilm mit einem Kurzportrait \u00fcber Ihre Person. Verzichten Sie aber auch hier auf Inhaltsangaben zum Buch. <\/li>\n<p><\/p>\n<li>\nP\u00f6beln Sie den Rezensenten ruhig mal ein wenig an. Schlie\u00dflich kritisiert er ja auch Ihre B\u00fccher (vielleicht). Fragen Sie ihn doch zum Beispiel mal, warum er schon seit zehn Jahren f\u00fcr dieses K\u00e4seblatt schreibt und immer noch nicht den Sprung zur \u00fcberregionalen Tageszeitung geschafft hat. Besonders hart sollten Sie Online-Schreiber ran nehmen. Machen Sie ihnen deutlich, was f\u00fcr Nullen sie sind, weil sie f\u00fcr \u00e2\u20ac\u017eOnline&#8220; schreiben &#8211; Sie als Autor hingegen echte B\u00fccher ver\u00f6ffentlichen und auf eine zwanzigj\u00e4hrige Karriere in Funk, Fernsehen und Zeitung zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen. Krimi schreiben Sie ja nur so nebenbei, gell?<\/li>\n<p><\/p>\n<li>K\u00fcndigen Sie sich selbst als den \u00e2\u20ac\u017eneuen Reginald Hill&#8220; oder die \u00e2\u20ac\u017edeutsche Sara Paretsky&#8220; an. Keine Bescheidenheit &#8211; \u00dcbertreibung und Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung werden von Rezensenten goutiert.\n<\/li>\n<p><\/p>\n<li>Grunds\u00e4tzlich sollten Sie als Autor Krimis schreiben, wie sie schon Agatha Christie oder Raymond Chandler geschrieben haben. Neues schreckt Rezensenten nur ab. Ausnahme sind topaktuelle Zeitgeistthemen, die Sie in Ihren Krimis ganz neu verarbeiten.\n<\/li>\n<p><\/p>\n<li>Leisten Sie ruhig etwas Nachhilfe in Sachen Kriminalliteraturgeschichte. Rezensenten, insbesondere diejenigen, die sich seit Jahren mit Kriminalliteratur besch\u00e4ftigen, brauchen unbedingt Informationen dar\u00fcber, was ein \u00e2\u20ac\u017eWhodunnit&#8220; ist und wer Arthur Conan Doyle war. <\/li>\n<p><\/p>\n<li>Der Rezensent reagiert nicht und ver\u00f6ffentlicht trotz Zusendung eines Rezensionsexemplars keine Besprechung? Na, dann machen Sie den Jungs und M\u00e4dels mal richtig Dampf: Drohen Sie mit der Mafia oder dem \u00e2\u20ac\u017eSyndikat&#8220;, sollte die Besprechung Ihres Romans nicht innerhalb von zwei Tagen erfolgen. <\/li>\n<p><\/p>\n<li>Vermeiden Sie Hinweise auf Sperrfristen oder Ver\u00f6ffentlichungstermine. Rezensenten nutzen keine Kalender und an Sperrfristen halten sie sich sowieso nicht. <\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Krimiautoren und -innen, wir wissen alle: Die Beziehung zwischen Autoren und Rezensenten ist angespannt. Sie als Autoren f\u00fchlen sich missverstanden und in Ihrer K\u00fcnstlerseele verletzt. Rezensenten behandeln Sie ungerecht oder beachten Sie gar nicht? 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