{"id":78,"date":"2005-03-05T13:29:55","date_gmt":"2005-03-05T12:29:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.der-buecherfreund.de\/?p=78"},"modified":"2005-03-05T13:29:55","modified_gmt":"2005-03-05T12:29:55","slug":"glauser-folge-7-die-auflosung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/archiv.krimiblog.de\/?p=78","title":{"rendered":"Glauser &#8211; Folge 7 &#8211; Die Aufl\u00f6sung"},"content":{"rendered":"<p>Danke f\u00fcr&#8217;s mitr\u00e4tseln, danke f\u00fcr diese wundersch\u00f6ne <a href=\"http:\/\/www.blog.der-buecherfreund.de\/index.php?p=77#comment-128\">Textcollage <\/a>und ihre <a href=\"http:\/\/www.blog.der-buecherfreund.de\/index.php?p=77#comment-134\">Interpretation<\/a>. Hier kommt nun die Aufl\u00f6sung: <\/p>\n<hr noshade style=\"width:300px; color:#B54141; height:3px; text-align:center; border:1px solid black;\">\n<strong>Text Nr. 1: Martin Arz: Das geschenkte M\u00e4dchen. Ein Fall f\u00fcr Pfeffer. Leda Verlag.<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Damit hatte er nicht gerechnet. Gewiss, man konnte ihm alles M\u00f6gliche vorwerfen &#8211; Habgier, Gerissenheit, Besserwisserei zum Beispiel. All das h\u00e4tte ihm sogar geschmeichelt und w\u00e4re Balsam f\u00fcr seine Eitelkeit gewesen. Aber eins hatte er sich noch nie vorhalten lassen m\u00fcssen: Naivit\u00e4t. Nein, naiv war S\u00f6nke Westphal noch nie gewesen. Der allerletzte Funken Naivit\u00e4t, den er einmal in sich gehabt haben mochte, war sp\u00e4testens bei seiner R\u00fcckkehr aus Kamerun erloschen. Dachte Westphal jedenfalls bis zu diesem Augenblick, in dem er langsam vor sich hin verblutete.&#8220;<\/em><\/p>\n<hr noshade style=\"width:300px; color:#B54141; height:3px; text-align:center; border:1px solid black;\">\n<strong>Text Nr. 2: Hildgunde Artmeier: Drachenfrau. Gmeiner Verlag.<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Sofort nach dem ersten Klingelzeichen \u00f6ffnete er die T\u00fcr. &raquo;Bin gespannt, was du heute vorhast&laquo;, sagte er ohne Begr\u00fc\u00dfung, fasste sie am Arm und zog sie in die Wohnung. Die T\u00fcr fiel ins Schloss.<br \/>\nAls er sie an die Wand dr\u00e4ngen und k\u00fcssen wollte, dr\u00fcckte sie ihn von sich weg. &raquo;Lass dir Zeit. Heute habe ich was Besonderes vor. Es wird dir gefallen.&laquo;&#8220;<\/em><\/p>\n<hr noshade style=\"width:300px; color:#B54141; height:3px; text-align:center; border:1px solid black;\">\n<strong>Text Nr. 3: Martina Borger &#038; Maria Elisabeth Straub: Im Gehege. Diogenes Verlag.<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Vier vor halb, zum ersten Mal war er der letzte. Der Parkplatz war voll. Erst ganz hinten, neben der Bank unter der gro\u00dfen Kastanie, fand Jon noch einen Platz neben Kowalskis senfgelbem Passat-Kombi, dessen Heck schr\u00e4g aus der Reihe herausragte. Nicht einmal anst\u00e4ndig einparken konnte das dumme Schwein.&#8220;<\/em><\/p>\n<hr noshade style=\"width:300px; color:#B54141; height:3px; text-align:center; border:1px solid black;\">\n<strong>Text Nr. 4: Robert Clausen: Als die Zeit im Sterben lag. Fischer Taschenbuch Verlag.<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Sp\u00e4ter w\u00fcrde ich die Begegnung als das sehen, was sie tats\u00e4chlich gewesen war. Der Anfang vom Ende einer Zeit, die zum Sterben verurteilt war.<br \/>\nUnd Lenz sagte: &raquo;Philly, bist du da? Bist du tats\u00e4chlich da?&laquo; <br \/>\nKein Mensch auf der Welt nannte mich noch Philly, aber vielleicht war f\u00fcr Lenz die Welt stehen geblieben? Wann hatte ich ihn das letzte Mal gesehen?&#8220;<\/em><\/p>\n<hr noshade style=\"width:300px; color:#B54141; height:3px; text-align:center; border:1px solid black;\">\n<strong>Text Nr. 5: Anne Chaplet: Russisch Blut. Piper Verlag.<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Er nahm einen tiefen Zug aus der Zigarette und sah zu, wie ein Regentropfen in der Glut verdampfte. Ihm war warm, ein Gef\u00fchl, das von innen kam, nicht vom Wetter. Es war das Gef\u00fchl, nach einem langen Lauf endlich angekommen zu sein, die verdiente Siegerehrung vor Augen.&#8220;<\/em><\/p>\n<hr noshade style=\"width:300px; color:#B54141; height:3px; text-align:center; border:1px solid black;\">\n<strong>Text Nr. 6: Christian von Ditfurth: Mit Blindheit geschlagen. Stachelmanns zweiter Fall. Kiepenheuer &#038; Witsch.<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;&raquo;Ziehnse die Vorhaut zur\u00fcck.&laquo; <br \/>\nEr zog die Vorhaut zur\u00fcck. Der gro\u00dfe, hagere Uniformierte betrachtete das Glied des Gefangenen. Dann musste er sich nach vorn beugen und die Ges\u00e4\u00dfbacken auseinander ziehen. Der Uniformierte be\u00e4ugte den After des Gefangenen. Dann musste der sich mit dem Gesicht an die Wand stellen.&#8220;<\/em><\/p>\n<hr noshade style=\"width:300px; color:#B54141; height:3px; text-align:center; border:1px solid black;\">\n<strong>Text Nr. 7: Christian Sch\u00fcnemann: Der Fris\u00f6r. Diogenes Verlag. Nominiert in der Kategorie &#8222;Deb\u00fct&#8220;<\/p>\n<p><em>&#8222;Ich sah es Beas Gesicht an. Der Anruf war so dringend, als ginge es um Leben und Tod. Ich h\u00f6rte die Stimme aus dem Telefon, hoch und schrill. Bea hatte den H\u00f6rer am Ohr und den Finger im Kalender.<br \/>\n&raquo;Das sieht ganz schlecht aus. Das ist unm\u00f6glich.&laquo;  Bea bedauerte.&#8220;<br \/>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<hr noshade style=\"width:300px; color:#B54141; height:3px; text-align:center; border:1px solid black;\">\n<strong>Text Nr. 8: Thomas Kastura: Der rote Punkt. Goldmann Verlag.<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Das Ziehen in seinem Bauch ist fast verschwunden. Wenn er mit der Faust dagegenschl\u00e4gt, sp\u00fcrt er noch ein leichtes Kribbeln. Als kr\u00f6che ein K\u00e4fer in seinem Inneren umher. Als seien nicht alle Holzsplitter entfernt worden, die in der Wunde zur\u00fcckgeblieben waren. Als steckten sie noch tief in ihm drin. &#8222;<\/em><\/p>\n<hr noshade style=\"width:300px; color:#B54141; height:3px; text-align:center; border:1px solid black;\">\n<strong>Text Nr. 9: Norbert Klugmann: Rebenblut. Gmeiner Verlag. <\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;28 Meter in der L\u00e4nge, 18 Meter breit. Der gl\u00e4nzende Fu\u00dfboden aus bestem Parkett. Auf der B\u00fchne standen die Requisiten bereit, links das Pult mit Mikrophon f\u00fcr den Auktionator, daneben die Tischreihe, auf der sp\u00e4ter die Flaschen stehen w\u00fcrden. Die Stuhlreihen f\u00fcllten die H\u00e4lfte des Raums, auf den Pl\u00e4tzen lagen Ziffer-Tafeln, traditionelles Utensil der Bieter.&#8220;<\/em><em><\/p>\n<hr noshade style=\"width:300px; color:#B54141; height:3px; text-align:center; border:1px solid black;\"><\/em><br \/>\n<strong>Text Nr. 10: Edith Kneifl: Kinder der Medusa. Ullstein Verlag.<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Er hat sie im Visier. Was er sieht, erregt ihn.<br \/>\nVollkommene Br\u00fcste, rund und fest. Eine zarte Taille. Ein knackiger Arsch. Straffe, wohlgeformte Schenkel, schlanke Waden. Die kurzgeschnittenen, strohblonden Haare vom Wind zerzaust. Das ebenm\u00e4\u00dfige Madonnengesicht zu einer h\u00e4sslichen Grimasse verzerrt. Angst, Lust, Erregung und \u00c4rger spiegeln sich in ihren Z\u00fcgen wider.&#8220; <\/em><\/p>\n<hr noshade style=\"width:300px; color:#B54141; height:3px; text-align:center; border:1px solid black;\">\n<p>Vielen Dank Euch, mal sehen, ich gr\u00fcble mal \u00fcber etwas Neues nach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Danke f\u00fcr&#8217;s mitr\u00e4tseln, danke f\u00fcr diese wundersch\u00f6ne Textcollage und ihre Interpretation. Hier kommt nun die Aufl\u00f6sung: Text Nr. 1: Martin Arz: Das geschenkte M\u00e4dchen. Ein Fall f\u00fcr Pfeffer. Leda Verlag. &#8222;Damit hatte er nicht gerechnet. Gewiss, man konnte ihm alles M\u00f6gliche vorwerfen &#8211; Habgier, Gerissenheit, Besserwisserei zum Beispiel. 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