Ein verlesenes Wochenende. Allerdings einige angenehme Unterbrechungen, wie etwa unser gemütliches Hausfest, mitten im Heiligen Georg. Entspannung.
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“Das Stalin-Epigramm” von Robert Littell gelesen. Gelesen? Verschlungen. Ein Roman mit absoluter Sogwirkung, ein Nicht-los-lassen-können, eine Platizität der Personen – der realen wie der fiktiven – , die mir so schon lange nicht mehr zwischen zwei Buchdeckeln begegnet ist. Ossip Mandelstams mutiger, naiver, Versuch, gegen Stalin aufzubegehren, mit nichts anderem, als dem Wort. Die Macht des Wortes gegen die Macht des Bösen. Dazu ein feines, kluges Porträt der russischen Literaten – Anna Achmatowa, Boris Pasternak, der opportunistische Maxim Gorki. Nadeschda Mandelstams “Das Jahrhundert der Wölfe” sollte man als Ergänzung lesen. Leider momentan vergriffen, Neuausgabe ist aber angekündigt, hoffentlich erscheint sie bald.
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