Krimiblog-Archiv

Krimiblog – Archiv von 2005 – 2010

Freitags-Fernsehen

Lisa Politt
Lisa Politt auf der Bühne

Fernsehen. Jetzt. Bei Spröde TV:

Als “Herrchens Frauchen” touren Lisa Politt und Gunter Schmidt schon seit 1984 mit ihrem politischen Kabarett durch die deutschen Lande. Seit 2003 betreibt das Duo auf dem Hamburger Steindamm das „Polittbüro“, eine kleine, feine Bühne im ehemaligen Kino “New Cinema”. Dort gibt sich nicht nur die Crème de la Crème des Polit-Kabaretts das Mikro in die Hand, Lisa Politt und Gunter Schmidt stehen auch selbst regelmäßig im Scheinwerferlicht. In ihren gnadenlos guten Texten und Tönen nehmen sie Politik, Gesellschaft und auch immer wieder das Verhältnis von Mann und Frau ins Visier.

Ihre Programme haben ihnen sogar schon Vergleiche mit der spanischen Inquisition eingebracht. Wie sie mit solcher Kritik umgehen, wie viel Arbeit eine Kabarettbühne bedeutet und ob man überhaupt von Kultur leben kann – Florian Wagensommer hat für → Spröde TV nachgefragt.
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RIP Malcom McLaren / Künstler

Das Buch ist tot, es lebe das Buch!

Der →Trick ist → nicht →neu, dennoch ein nettes Video zur Zukunft des Buches. Es kommt eben auch immer auf die Perspektive an.
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Krimikultur

Unser Lieblingsblogger dpr → warnt – völlig zu Recht – vor dem neuen → Krimimagazin der Alligatorpapiere. Wie anständige, deutsche und österreichische Krimikultur funktioniert, zeigen die folgenden Beispiele, die mir beim morgendlichen Surfen auf den Bildschirm gekommen sind:
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Brief an Cayetano Brulé, angehender Privatdetektiv, Valparaíso, Chile

Niedersfeld, im März 2010

Sehr geehrter Señor Brulé,

vielen Dank für die abwechslungsreiche und atemberaubende Reise, die Sie in den gut 380 Seiten Ihrer Erzählung “Der Fall Neruda“ zurückgelegt haben und auf die ich Sie lesend begleiten durfte. Von Valparaíso nach Mexiko-Stadt, Havanna, Ost-Berlin, Frankfurt am Main, La Paz, Santiago de Chile und immer wieder Valparaíso. Dies alles am Vorabend des Militärputschs in Chile im September 1973. Ich gestehe, dass ich aus meiner zeitlichen, räumlichen, ja und auch gesellschaftlichen Distanz zu Ihnen überrascht bin. All diese vielen Flugkilometer haben Sie zurückgelegt, um einem sterbenskranken Dichter einen letzten Wunsch zu erfüllen. Am Ende gehen Sie sogar dafür ins Gefängnis, denn während Sie nach einer verschwundenen Frau in all den fremden Städten suchten, spitzte sich die politische Lage in Chile zu. Kurz vor der Erfüllung Ihres Auftrags liegt der kranke Dichter im Sterben, wie der demokratische Sozialismus Salvadore Allendes. Der Totengräber Augusto Pinochet steht mit dem Spaten bereit. Am Tag des Putsches sind Sie auf einer Landstraße unterwegs, als Militärs Sie aufgreifen und mit vielen anderen in ein Gefängnis bringen. Tausende sind in jenen Tagen verschwunden und bis heute nicht wiedergekehrt. Sie hingegen hatten Glück, denn nach einigen Tagen wurden Sie wieder frei gelassen. Quälende Ungewissheit und viele offene Fragen müssen das bei all den vielen Angehörigen sein. Ungewissheit quälte auch Ihren kranken Dichter. War er bei einer seiner zahlreichen Liebschaften Vater geworden? Diese Frage sollten Sie, werter Señor Brulé, für ihn klären.
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