In eigener Sache
Seit einigen Minuten läuft das Krimiblog auf Wordpress 2.7 – gewidmet ist diese Version dem Jazz-Saxophonisten John Coltrane. Falls es irgendwo Probleme gibt, bitte einfach kurz melden. Danke.
Seit einigen Minuten läuft das Krimiblog auf Wordpress 2.7 – gewidmet ist diese Version dem Jazz-Saxophonisten John Coltrane. Falls es irgendwo Probleme gibt, bitte einfach kurz melden. Danke.
Neulich flatterten mir die aktuellen Veranstaltungshinweise des Hamburger Speicherstadtmuseum in den E-Mail-Korb. Darin werden unter anderem folgende Lesungen angepriesen:
Die Zeiten werden härter, der Wind wird rauer. Besonders kräftiger weht er derzeit durch die deutsche Krimiblog- und Krimikritik-„Szene“. Beliebt in diesen stürmischen Zeiten: Leser beschimpfen und Kollegen herunter putzen. Was mancher vielleicht als „Diskussionskultur“ sieht, löst bei mir eher Erschrecken aus. Der Ton, der da mittlerweile angeschlagen wird, schwankt zwischen Aggressivität und Beleidigung.
So erstaunt es mich schon, dass Dieter Paul Rudolph, bekannt auch unter seinem Kürzel dpr, immer wieder auf die Leser eindrischt. Seit vergangenem Samstag können wir etwa beim → “Titel-Magazin“ folgende Feststellung lesen:
“Der Patient, der da seinen Verstand aushaucht und auf gröbste Wiederherstellung hofft, ist der Leser.“
Die erste Einsendung zum Krimi-Blog-Karneval anlässlich des 200. Geburtstages Edgar Allan Poe ist da. Sie kommt von Herrn Rick aus Österreich und ist in ihrer analytischen Schärfe und eindeutigen Pointierung ein Musterbeispiel. Solche Beiträge dürfen gerne mehr kommen. Vorbildlich.
Am 19. Januar 2009 jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag des us-amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. Für viele gilt der Dichter als „Vater“ der Detektivgeschichte, als „Gruselliterat“ und Wegbereiter der Science-Fiction-Literatur. Aus diesem Grund wird es Zeit für einen neuen Krimi-Blog-Karneval:
200. Jahre Edgar Allan Poe – Zwischen Vaterfigur und Vexierbild der Kriminalliteratur
Welchen Einfluß hat und hatte Poe auf die Detektivgeschichte und die Kriminalliteratur? Wie aktuell sind seine Erzählungen, seine Essays und seine Gedichte heute? Welche Bezüge gibt es zwischen Leben und Werk? Wie gehen andere Autorinnen und Autoren mit dem Dichter aus Boston um? Welche Bedeutung hat er für Leserin und Leser? Welche Adaptationen in Kunst, Film und Musik gibt es? All diese Themen können und sollen beim dritten Krimi in Blogform bearbeitet werden. Wichtig ist immer der thematische Bezug zum Werk oder zum Autor Edgar Allan Poe.
Die wohl unsinnigste „Diskussion“ zum Thema Kriminalliteratur und Erwartungen kann man derzeit → hier, → hier, → hier und jetzt auch noch leider → hier nachlesen. Das hat in der Tat Krimi-Couch-Qualität, meine Herren und Damen. Ein Indiz mehr, dass sich die angeblich führenden Krimiblogs zu bürokratischen Kriminalliteraturverwaltungsinstitute gewandelt haben. Mich schauderts.
Wer noch nicht weiß, was er seinen Lieben unter den Weihnachtsbaum legen soll, bekommt von der Jury der KrimiWelt-Bestenliste zahlreiche Empfehlungen. Gleich sechs neue Kriminalromane finden sich auf der aktuellen KrimiWelt-Bestenliste. Ein echter Bestseller dürfte der neue Roman von John le Carré sein. „Marionetten“ hat es auf Platz 1 der Liste geschafft – allerdings gibt es durchaus auch kritische Stimmen zum Roman. Zum Vergleich: Auf der SPIEGEL-Bestsellerliste steht das Buch aktuell auf Platz 14 und Elizabeth Georges neues Epos „Doch die Sünde ist scharlachrot“ zieht locker vorbei auf Platz 5. Ach ja…
Dagmar Scharsich: Der grüne Chinese
Nach und nach entdeckt die Kriminalliteratur ihrer Wurzeln, besinnt sich auf ihre Geschichte. Autorinnen und Autoren wie Christie, Doyle oder Poe tauchten schon immer in Krimis über Krimis auf, sei es durch direkte oder indirekte Werkzitate, sei es durch mehr oder weniger gelungene Anspielungen auf die realen Personen der Autorinnen und Autoren. Hardboiled und Noir erleben derzeit die x-te fröhliche Wiedergeburt, was man durchaus skeptisch sehen kann. Der deutsche Krimi, dessen Tradition längst noch noch nicht aufgearbeitet und erschlossen ist, hinkt wie so oft hinterher. Um so schöner ist es, dass sich jetzt eine Autorin der deutschen Groschenromane angenommen hat. Nicht als literaturwissenschaftliche Abhandlung, nicht als soziologische Studie über das Leseverhalten des Publikums – sondern als spannender Krimi im Krimi, der sich ganz nebenbei auch mit der Problematik von Dichtung und Wahrheit in der Kriminalliteratur beschäftigt. Die Rede ist von Dagmar Scharsich, die mit “Der grüne Chinese“ ihren dritten Krimi vorgelegt hat. Was als skurrile Geschichte einer jungen Antiquarin im heutigen Berlin beginnt, entwickelt sich bald zu einem fesselnden Verschwörungsthriller im Gewand eines angeblichen Tagebuchs – verfasst zur Zeit von Kaiser Wilhelm II. – und spielt hauptsächlich auch in Berlin.
Literarische Gesellschaften liegen mir am Herzen, daher hier folgender Hinweis: Die deutsche Sherlock-Holmes-Gesellschaft „Von Herder Airguns“ veranstaltet einen Schreibwettbewerb. Das Thema ist der Meister selbst. Wer also etwas zu Sherlock Holmes auf’s Papier bringen möchte, kann das noch bis zum 20. April 2009 tun. Folgende Vorgaben bzw. Formalien sollten beachtet werden:
Heute, am 24. November 2008, jährt sich zum vierten Mal der Todestag von Joseph Hansen.