Krimiblog-Archiv

2005 – 2010

Schlagwort: Krimi

Eintrag für den „Ripper-Award“

Die Ablehnung der Namensgebung und Namensbegründung beim sogenannten „Ripper Award“ durch → Bernd, den Autorinnen und Autoren beim → „Duftenden Doppelpunkt“, → Ulrich Noller und → mich hat nun auch ihren Niederschlag im → entsprechenden Wikipedia-Artikel gefunden. Ein fundierter und sachlicher Artikel – so soll das ja auch sein in der Wikipedia. Ob dadurch die Mauer des Schweigens bei den Verantwortlichen – man könnte es auch Ignoranz nennen – bröckelt, bezweifle ich aber. Schließlich geht es hier um viel Geld und „Prestige“.

Krimirezensionen für Blogs: Die Kunst des Lesens

In unserer kleinen Doku-Soap „Krimirezensionen für Blogs“ soll es heute um eine Beschäftigung gehen, die leider viel zu kurz kommt: Das Lesen.

„In Deutschland ist die Lust am Streit unterentwickelt“, behauptete Medienjournalist und Blogger Stefan Niggemeier unlängst im → „Spiegel“. „Es regiert die Liebe zum Kompromiss.“Und:„Die polemische und subjektive Art der Blogs passe (…) schlecht ins heimelige Bild“ – so wird Niggemeier zitiert. Noch schlimmer sieht es aus, wenn man auf den Zustand der Literaturkritik schaut – zumindest sieht Andreas Öhler das so in seiner sehr treffenden → Bestandsaufnahme über die Zunft der Kritiker. So stellt er fest:

Platzpatrone: Der „Ripper“ und das Schweigen der Warnsysteme

Nun also stehen sie fest, die Nominierungen für den → „Ripper“-Award. Getroffen hat es John Harvey, Henning Mankell, Val McDermid, Håkan Nesser und Maj Sjöwall. Über die unrühmliche Namensgebung habe ich ausführlich geschrieben. Wie albern und amateurhaft an der Begründung für diesen Namen herumgewerkelt wurde, habe ich auch bereits dokumentiert.

Selbstverständlich habe ich auf mehrere E-Mails nie eine Antwort von den Verantwortlichen erhalten. Wozu sollte man sich auch mit kritischen Stimmen – es gab ja durchaus noch weitere Ein- und Widersprüche zur Namensgebung – alleinauseinandersetzen? Das stört das schöne Harmoniebedürfnis, das sich wie eine Krake in der heimischen Krimilandschaft ausgebreitet hat.

Video-Content-Woche: Retro

Zum folgenden Video muss ich eigentlich nicht viel sagen, denn „Sabotage“ von den Beastie Boys ist eine sehenswerte Hommage an Krimiserien wie → „Die Straßen von San Francisco“ oder → „Starsky und Hutch“. Der Musikclip ist aufgebaut wie der Vorspann einer Krimiserie, in dem die einzelnen Musiker der Band als Charaktere der Serie eingeführt werden. Da es in der englischen Wikipedia einen ausführlichen Artikel zum Song und zum Video gibt, sei an dieser Stelle darauf verwiesen. Selbstverständlich ist das Video sehr retro…

Video-Content-Woche: Kopflos

Nach den düsteren Videos der vergangen Tage gibt es heute einen Clip aus der Rubrik „alberner Krimiklamauk“. Über den Spielfilm, für den die Musik komponiert wurde, braucht man nicht viele Worte verlieren. → „The Saint – Der Mann ohne Namen“ aus dem Jahre 1997 war eher lächerlich. Val Kilmer als → Simon Templar konnte nicht überzeugen. Dabei ist „Der Heilige“ (im Englischen S.T. als Abkürzung für The Saint, also der Heilige) ein Meisterdieb, der mit kriminellen Methoden gegen das Böse kämpft und somit auch in der Tradition etwa eines Arsène Lupins steht. Die Titelmelodie des Films stammt von dem britischen Duo → „Orbital“. Die Brüder Hartnoll lieferten mit dem Song auch ein Clip ab, in dem eine reichlich kopflose Verfolgungsjagd auf einem Flughafen gezeigt wird. Ein wenig albern, aber durchaus unterhaltsam.

Noch ein Hinweis

→ Da, noch ein Hinweis, dass es den geheimnisvollen Roman → „Menschenfreunde“ von unserer geschätzten Dreiheiligkeit →Dieter Paul Rudolph tatsächlich geben soll. Gefunden hat den Hinweis der fleissige →Alligator. Die Rezensentin Sylvia Staude lobt den Roman, sollte sich aber entscheiden, ob der gute Mann Rudolf oder Rudolph heißt. Zum Schluss fordert sie zum Kauf des Krimis auf. Dieser Aufforderung würde ich ja gerne folgen, aber…

Streifzug: Von Long- und Shortlisten

Kurz und knapp: → Sarah Weinman vermeldet, dass die Longlist des Man Booker Prize veröffentlicht wurde. Unter den 13 nominierten Titel findet sich auch Tom Rob Smith mit seinem Roman „Child 44“ (dt.: „Kind 44“).

In → Australien →freut man sich über die Shortlist der Ned Kelly Awards 2008. Allerdings ist auf der → offiziellen Seite noch nichts zu finden.

Video-Content-Woche: Die Verwandlung

Nein, es geht nicht um Franz Kafka und seine Geschichte um Gregor Samsa, der aus unruhigen Träumen erwacht und die Gestalt eines Käfers angenommen hat. Wohl aber geht es um Metamorphose, die Verwandlung in eine andere Gestalt. Bildstark und bis ins kleinste Detail zeigt das Video „Butterfly Caught“ der britischen Band → Massive Attack eine solche Metamorphose. Die britischen Musiker überzeugten immer schon durch ausgefallene Videos. Sei es bei → „Unfinished Sympathy“, das in Los Angeles gedreht wurde und ohne einen einzigen Schnitt auskommt, sei es bei → „Teardrop“, bei dem ein ungeborenes Baby im Mutterleib zu sehen ist. Hier also nun „Butterfly Caught“, bei dem der Südafrikaner Daniel Levi Regie führte.

Besorgungstitel

Es soll Leute geben, die haben IHN schon gelesen – den ersten Roman „Menschenfreunde“ unseres hochverehrten Krimipapstes Dieter Paul Rudolph. Andere hingegen – so wie ich – gehen artig in die Buchhandlung um die Ecke und bestellen das Buch. Am 14. Juli 2008.
„Ist nicht bei unserem Großhändler (Libri) gelistet. Ich bestelle es Ihnen abe gerne. In einer Woche sollte es da sein.“ – so die freundliche Buchhändlerin.

Video-Content-Woche: Ein Grusel-Meisterwerk

Im zweiten Teil unseres Ausflugs in die Welt der bewegten Bilder lässt Altmeister Stanley Kubrick grüßen. Das Video „Come to Daddy“, zu dem → Aphex Twin (alias Richard David James) die Musik liefert, ist in dem gleichen tristen Londoner Vorort gedreht worden, in dem auch Teile von Kubricks Meisterwerk → „A Clockwork Orange“ entstanden. Regie führt bei diesem düsteren und gruseligen Clip → Chris Cunningham, dem dadurch der internationale Durchbruch als Regisseur gelang. Arbeitete Cunningham bis zu „Come to Daddy“ vor allem an Special-Effects in Hollywood, fragten nach „Come to Daddy“ Musiker wie Björk oder Madonna bei Cunningham an und drehten mit ihm Videos für ihre eigenen Stücke.