Krimiblog-Archiv

2005 – 2010

Kategorie: Aus dem Krimitagebuch

Neue Krimireihe: Quer Criminal

Tod durch ErinnernErfreuliches aus Berlin: Der → Querverlag hat das Verbrechen entdeckt und startet rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse mit einer eigenen Krimireihe: → Quer Criminal. In losen Abständen soll es Krimis von schwulen und lesbischen Autor/innen geben. Zum Auftakt erscheinen Romane von → Corinna Waffender und → Jan Stressenreuter .

Filme, Fußball und Frauenkrimis

Ein trüber Märztag in Hamburg. In einem kleinen Cafe auf der Langen Reihe herrscht nur wenig Betrieb. Es ist die Zeit, da der mittägliche Hunger gestillt ist. Für einen abendlichen Aperitif scheint es jedoch noch zu früh zu sein. Während draußen der Feierabendverkehr einsetzt, Menschen mit ihren Einkaufstüten am Fenster vorbei hetzen, sitze ich in ruhiger Atmosphäre mit der Autorin Alexandra von Grote in dem kleinen Cafe. Wir sind für ein Interview verabredet. Mit wachen Augen erzählt sie mir von ihren letzten Begegnungen, wir plaudern über das Leben in Berlin, in der Provence und auch ein wenig über Hamburg. Als mir der Kellner nach einiger Zeit endlich meinen Milchkaffee bringt, ist auch das Aufnahmegerät bereit. Unser Interview kann beginnen.

Ein verschwundener Name

Die Stadt Unna scheint etwas verloren zu haben. In der → Pressemitteilung zur Verleihung des „Europäischen Preises für Kriminalliteratur“ am 2. März 2009 taucht ein Name nicht mehr auf. Genau, es der Name „Ripper-Award“. Wo mag er nur hin sein, dieser Preisname, der uns an einen sympathischen Serienschlächter erinnern soll?

Freude, Folgen und Facebook

Alles wird gut. Ist ja auch jetzt alles schön bunt hier. Selbst in der kleinen Krimiwelt im großen Internet herrscht Zuversicht und Heiterkeit. Krise? Ach, geh’ mir weg damit.

Sie kommen!

Das aktuelle Programm des → Hamburger Literaturhauses kann sich einmal mehr sehen lassen. In den nächsten Wochen geben sich dort drei Krimiautorinnen und -autoren das Mikro in die Hand – und darüber darf man sich auch freuen. Am 4. März ist → Jan Costin Wagner mit seinem aktuellen Roman „Im Winter der Löwen“ zu Gast, am 17. März liest → Andrea Maria Schenkel im Rolf-Liebermann-Studio des NDR und am 7. April entschuldigt sich dann Zoran Drvenkar im Literaturhaus mit seinem Roman „Sorry“. Termine also anstreichen.

Im siebten Jahr: Das Krimifestival München

Jeffrey Deaver, Charlie Huston, Michael Connelly, Simon Beckett, Peter James, Robert Wilson, Val McDermid, Asa Larsson, Arne Dahl, Leif GW Persson, Veit Heinichen, Claudio Mancini, Bruno Morchio, Domingo Villar, Pertros Markaris, Matt Beynon Rees – das ist schon eine bemerkenswerte Namensliste. Sie alle sollen und wollen vom 10. bis zum 24. März 2009 beim Münchener Krimifestival auftreten. Dabei sind die deutschsprachigen Autorinnen und Autoren noch nicht einmal genannt: Andrea Maria Schenkel, Jakob Arjouni, Elisabeth Herrmann, Friedrich Ani, Robert Hültner, Jan Costin Wagner, Oliver Bottini, Sebastian Fitzek, Jörg Juretzka, Bernhard Jaumann, Philipp Moog, Christian Böhm, Veronika Rusch, Daniela Larcher, Hilmar Klute oder Jörg Maurer werden auch dort sein.

Streifzug: Von Lidl-Tatort bis Haas-Verfilmung

Bilder 1: Der „Tatort“ und die Wirklichkeit. Während der letzten „Tatort“-Folge → „Kassensturz“ wurde ein wenig getwittert. Auf dem Blog → Sozialgeschnatter hat Peter Jebsen Literatur zum Thema Billig-Discounter zusammengestellt. So kann es eben auch funktionieren: Fiktion schärft (vielleicht) den Blick für die Realität.

Nominees für den Hammett Prize 2009

Der muntere Reigen der Preisnominierungen geht weiter. Nach dem Edgar nun der Hammett-Prize. Die nordamerikanische Sektion der International Association of Crime Writers (IACW) hat die Nominierungen für den Hammett-Preis veröffentlicht. Der Hammett wird jährlich für exzellente literarische Werke in der Kriminalliteratur an Autorinnen oder Autoren aus den USA oder Kanada vergeben. Der oder die Preisträger werden in diesem Jahr während der NAIBA Bookseller Sales Conference in Baltimore bekannt gegeben. Die Konferenz findet am 4. und 5. Oktober 2009 statt.

Moneten, Mentorinnen und Mörderinnen – Krimi-Spezial in der „Federwelt“

FederweltMit einem großen Schwerpunkt zum Thema Kriminalliteratur überrascht die aktuelle Ausgabe der → „Federwelt“, die Zeitschrift für Autorinnen und Autoren. Auch wenn sich das Magazin vor allem an die schreibende Zunft wendet, ist auch für Krimileserinnen und -leser einiges in dem Heft zu finden. Es gibt ein aufschlussreiches Interview mit dem ZDF-Redakteur Alexander Ollig, der unter anderem die Krimiserie „Die Rosenheim-Cops“ betreut, und der sich standhaft weigert zu erklären, wieviel eine Autorin oder ein Autor für ein Drehbuch bezahlt bekommt. Für eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt ist das in meinen Augen eine Frechheit. Glücklicherweise hat die Redaktion nicht locker gelassen und nachgefragt. Wer also wissen will, wieviel man mit einem Drehbuch für diese Serie verdienen kann, der lese es in der „Federwelt“ nach.

Das Suhrkamp-Syndrom

Am 29.12.2008 vermeldete das → Börsenblatt, dass der Suhrkamp-Verlag in seinem Frühjahrs- und Sommerprogramm seiner Taschenbuchreihe eine „Krimi-Reihe“ starten will. Erscheinen sollen die bislang sechs geplanten Titel im Mai, Juni, August und September 2009. In interessierten → Krimikreisen fand diese Nachricht eine wohlwollende Aufnahme und im Gegensatz zu so manchem Kritiker kannten man dort einige der Autorinnen und Autoren, die demnächst bei Suhrkamp erscheinen sollen. So weit, so gut. Natürlich könnte man darüber streiten, ob es sich tatsächlich um eine „Reihe“ im bibliographischen Sinne handelt, denn davon ist in der → Suhrkamp-Vorschau (PDF-Dokument) nichts zu erkennen.