Krimiblog-Archiv

2005 – 2010

Kategorie: Aus dem Krimitagebuch

Nachgereicht: Gewinner der Lambda Awards

Bevor ich das nun ganz vergesse, hier nachgereicht die Gewinner der diesjährigen → Lambda Awards in den Kategorien „Men’s Mystery“ und „Woman’s Mystery“.

Mit den Lambda Awards werden jährlich lesbische, schwule, bisexuelle und transgender Bücher in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. In diesem Jahr haben 85 Jurorinnen und Juroren über 463 Bücher in 21 Kategorien abgestimmt.

Streifzug: Festivals, fehlende Freizeit und viel Freude

»Es ist eine sehr schwierige Aufgabe, wirklich gute Kriminalromane zu schreiben. Diese Aufgabe habe ich jetzt gemeistert.« – Das behauptet Åke Edwardson in einem Interview bei → Spiegel Online und will deshalb mit dem Krimischreiben jetzt aufhören. Ob’s wirklich ein Verlust ist?

Das Ausbeutung im Krimi-Kritik-Gewerbe an der Tagesordnung ist, wissen wir spätestens seit die Zustände in der → Hinternet-Redaktion bekannt wurden. Noch schlimmer scheint es aber bei der Krimi-Couch zu sein. Dem investigativen Artikel → „Bücher sind seine Leidenschaft“ entnehmen wir betroffen, dass dort zwei festangestellte und etwa 50 frei Mitarbeiter rund um die Uhr Krimis lesen. Moderne Sklaverei, die sich selbst Henning Mankell in seinen kühnsten Träumen nicht ausmalen könnte.

Schwedischer Schwurbel

» Das Folgende sollte in die schwedische Rechtsgeschichte eingehen. Was die drei Polizisten entdeckten, war beispiellos ind der schwedischen Kriminalgeschichte.«
S. 24

» Alle hatten Fragen. Aber Vivi Sundberg winkte ab. Das Wichtigste war jetzt, dass jeder mit eigenen Augen sah.«
S. 34

»Sie standen schweigend da.
„Ich begreife nicht, wie man einem Kind etwas so Entsetzliches antun kann“, sagte Valentina schließlich.
„Gerade weil wir nicht begreifen, müssen wir uns anstrengen, zu erkennen, was wirklich passiert ist.«

High Noon

Hochspannung: Morgen darf man → hier klicken. Ab 12 Uhr. Vielleicht gibt es dann auch Neuigkeiten zum beliebten Mörderpreis.

Nie wieder schlechte Krimiplots!

Wie plottet man eine richtig gute Krimigeschichte? Generationen von Autorinnen und Autoren sind schon an dieser Frage verzweifelt. Noch schlimmer: Sie haben nicht auf diese innere, verzweifelte Stimme gehört, sondern ihre wirren Gedanken zwischen zwei Buchumschläge gepresst. Klaglos ertrugen wir armen Krimileser dieses Geschreibsel, diese hanebüchende Logik, diese schwachbrüstigen Plots. Damit ist jetzt endgültig Schluss. Die Lösung für richtig gut geplottete Krimigeschichten – mit Opfer, Helden, Thema und Setting – findet sich im Internet.

Streifzug: Freitag der 13. und eine grüne Fee in Australien

Was tun Krimiautoren/leser/fans eigentlich, wenn sie sich nicht mit Krimi beschäftigen? → Daniel Hatadi, Gründer des Kriminetzwerkes → Crimespace, beschäftigt sich während des australischen Winters mit → der grünen Fee. Achtung! Erst ab 18! Man könnte sich natürlich auch mal bei den Nachbar-Genres umschauen, beispielsweise beim Horror. Da haben die Australier nicht nur grüne Feen, […]

„Tannöd“ kommt erneut auf die Bühne

Erstaufführung: Am kommenden Samstag, den 14. Juni 2008, zeigt das → Schauspielhaus Dresden im Kleinen Haus die deutsche Erstaufführung der Bühnenfassung des Kriminalromans „Tannöd“. Für Regie, Bühne und Kostüme zeichnet Viktor Tremmel verantwortlich. Er ist in dem Stück neben Vera Irrgang auch als Darsteller zu erleben. Die Romanvorlage der Autorin Andrea Maria Schenkel war 2006 erschienen. Bereits im März 2008 wurde am Tiroler Landestheater in Innsbruck eine → Bühnenfassung des Romans gezeigt.

Gib mir drei!

Wieder eine dieser unsinnigen und doch so schönen Listen. Diese ist besonders kurz: → „Three authors you couldn’t live without“ fragte David J. Montgomery in seinem → Blog. Konkreter geht es um die Frage, welche drei Autoren man am meisten vermissen würde, wenn sie aufhören würden zu schreiben. Montgomery nennt Lawrence Block, Michael Connelly und George Pelecanos. J. Kingston Pierce nimmt die Idee bei → Rap Sheet auf und findet – nach langer Überlegung – i Peter Lovesey, Peter Robinson und Robert Crais. Seine Begründung findet sich in dem schönen Artikel → „Don’t Take My Sunshine Away“. Tja, und so kommt was kommen muss: Welches sind Eure drei unverzichtbaren Krimiautoren? Gib mir drei!

Streifzug: Von Italien bis Chicago

Für alle Freundinnen und Freunde der italienischen Krimiszene sei das → Blog thrillercafe.it empfohlen. Da wir ja gelernt haben, dass viele moderne Krimiautoren so schreiben wie sie schreiben – weil sie nämlich alle verkappte Viktorianer sind – sei das schöne → Blog The Victorian Peeper hier erwähnt. Dort gibt es aktuell etwas über unseren Lieblingsserienmörder: […]

Harry, hol‘ schon mal den Wagen – ein Fortsetzungskrimi

„Focus online“ verfügt, wir wissen es, über einen hervorragenden Kulturteil, insbesondere in der Rubrik „Bücher“. Nicht nur, dass man dort gerne drei verschiedene Artikelteaser (ein → Text, der vorgibt eine Rezension zu sein, noch ein → Text, der vorgibt eine Rezension zu sein und eine Liste mit den → „Bestsellern Ratgeber“) mit ein und demselben Bild illustriert (bitte das Bild oben klicken) – nein, dort hat man ja auch → Harry Luck.